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Jobchancen im Erzgebirge trotz Strukturschwäche

Der Arbeitsmarkt ist stets und überall ein heiß umkämpftes Pflaster. Gerade in strukturschwachen Regionen wie dem Erzgebirge spitzt sich dieser Zustand allerdings dramatisch zu. Wie man trotzdem auch in solchen Regionen gute Chancen auf einen Job haben kann, wird im Folgenden beleuchtet.

Was Strukturschwäche bedeutet
Strukturschwache Regionen sind in Deutschland jene Landkreise oder Städte, die wirtschaftlich deutlich hinter anderen Regionen hinterher hinken. Dies ist mit Ausnahmen wie Berlin oder Leipzig und Jena vor allem im ehemaligen "Osten" der Fall. Das Pro-Kopf-Einkommen gibt darüber unter anderem Aufschluss, aber auch sinkende Einwohnerzahlen oder die Anzahl und Größe der vorhandenen Betriebe.
Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Beispielsweise spielt die Qualität der vorhandenen Infrastruktur, Straßen, Schienen, Internet und so weiter, eine enorm wichtige Rolle. Aber auch die Lage der Region im Land kann entscheidend sein. Die unmittelbare Nähe zu einer Großstadt zum Beispiel kann sich positiv, aber auch sehr negativ auf eine Region auswirken. Nicht zuletzt ist es auch die Einstellung zu Fremdem, die einige Orte stark belastet, ungeachtet dessen, dass dies durchaus durch ein allgemeines Gefühl des Abgehängtseins bedingt sein mag.

Wie es im Erzgebirge aussieht
Das Erzgebirge zählt aus diversen Gründen offiziell zu den strukturschwächsten Regionen in Sachsen. Jährlich verliert die Region durch nicht ausreichende Geburtenzahlen etwa 2000 Einwohner, obwohl die Rückkehrerquote, also die Zahl der ehemaligen Einwohner, die aus anderen Regionen Deutschlands zurückkehren, hier inzwischen nicht mehr allzu schlecht ist. Auch die Infrastruktur ist im Erzgebirgskreis
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naturgemäß nicht sehr stark ausgeprägt, bei der Netzanbindung sieht es nicht wirklich anders aus. Der ländliche Ärztemangel macht auch hier nicht Halt und auch Ausbildungsplätze sind in den verschiedenen Branchen rar gesät. Gleichzeitig ist die Region durch ihre ungünstige innerdeutsche Randlage gegenüber anderen im Nachteil. Die unmittelbare Nähe zur Stadt Chemnitz verzerrt das statistische Bild zudem. Dabei kann die Region durchaus mit sehr vielen gut laufenden Betrieben punkten, wenngleich diese oft nur recht klein sind und bleiben, weshalb sie oft nicht in der Lage sind, viel oder überhaupt auszubilden. Fachkräfte sind seit der Wende zu Hauf abgewandert, sodass gerade die innovativen Köpfe lange Zeit fehlten. Auf der anderen Seite birgt im Erzgebirge gerade der Tourismus ein gutes Geschäft, im Sommer wie im Winter, und stellt damit diverse Jobs im Erzgebirge. Dennoch im direkten Vergleich auffallend schlecht ist im Erzgebirge das Lohnniveau. Dieses kränkelt an der fehlenden oder geringen Nachfrage in einigen Sparten, was unter anderem bedingt ist durch die Nähe zu Tschechien und wie bereits erwähnt der Stadt Chemnitz.

Welche Möglichkeiten Zeitarbeit bieten kann
Wie kann nun Zeitarbeit dabei helfen, die Menschen im Erzgebirge in Arbeit zu bringen? Zwar wird Zeitarbeit oft mit negativen Attributen verknüpft, etwa geringerem Lohn, Ausbeutung von Potential und Arbeitskraft, ständiger Gefahr der Kündigung. Doch bieten sich durch Zeitarbeit Möglichkeiten, die dem einzelnen oft verwährt bleiben. Gerade in einer Region wie dem Erzgebirge, wo die freien Arbeitsplätze innerhalb einer bestimmten Berufsgruppe örtlich weit gestreut sind und die kleinen Betriebe oft keine Möglichkeit sehen, großflächig zu werben, kann Zeitarbeit Menschen und Jobs zusammenbringen, die einander sonst nicht gefunden hätten. Gleichzeitig bietet Zeitarbeit Firmen wie Mitarbeitern die Chance, das Gegenüber kennenzulernen, ohne direkt eine feste Verpflichtung miteinander einzugehen. Der Arbeitnehmer sammelt daher Erfahrungen in verschiedenen Betrieben, von denen auch die Betriebe wieder profitieren können. Zwar erfordert die Arbeit in einer Zeitarbeitsfirma ein hohes Maß an Flexibilität, jedoch können krankheitsbedingte Lücken in Betrieben schnell und unkompliziert geschlossen werden. Gerade im Bereich der Produktion oder auch bei den Dienstleistungen wie der Kinder- und Altenbetreuung oder Krankenpflege kann dies enorm wichtig sein.

Fazit
Zeitarbeit ist also gerade in strukturschwächeren Regionen eine Möglichkeit, Hürden zu überwinden und mittelfristig sogar Halt und Struktur auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen. Sie übernimmt dabei eine vermittelnde Position und eröffnet Betrieben und Arbeitnehmern Chancen, die genutzt werden sollten.


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