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Filmbildung und interkultureller Austausch auf Augenhöhe

In dem Bildungsprojekt Open Minds lernen geflüchtete, zugewanderte und deutsche Mädchen, gemeinsam ihren Blick auf Deutschland und die Welt in Filmen umzusetzen.

Das Bildungsprojekt Open Minds geht in die dritte Runde. Im nunmehr dritten Jahr werden unter der Schirmherrschaft von Kai Klose (Hessischer Minister für Soziales und Integration) und Rosemarie Heilig (Frankfurter Dezernentin für Umwelt und Frauen) geflüchtete, zugewanderte und hier aufgewachsene Mädchen und junge Frauen gemeinsam lernen, Social-Media-Filme herzustellen. Das Interesse an dem Bildungsprojekt ist groß, alle Workshop-Plätze sind bereits im Vorfeld ausgebucht.

Die Integration geflüchteter und zugewanderter Menschen bleibt eine große Herausforderung. „Gelingende Integration setzt die Auseinandersetzung mit unserer Kultur und den Werten unserer Gesellschaft voraus. Ein gemeinsames Projekt zu diesem Thema mit Mädchen, die hier großgeworden sind, stiftet Identifikation. Mit Social-Media-Filmen werden alle angesprochen, und gemeinsam haben sie die Möglichkeit, auszudrücken, was sie bewegt“,
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so Felix Fischl, Geschäftsführer des Filmhaus Frankfurt, das Träger des Bildungsprojektes ist.

Gerade Mädchen aus anderen Kulturkreisen haben es besonders schwer: Sie sind häufig in patriarchalen Strukturen aufgewachsen und hinsichtlich ihrer Ausbildung und Berufswahl oft gravierenden Einschränkungen ausgesetzt. Open Minds bietet ihnen einen Raum für Filmbildung und interkulturelle Auseinandersetzung. Gemeinsam lernen sie, ihren Blick auf Deutschland und die Welt in Filmen umzusetzen.

Filme machen will aber gelernt sein. Wie entwickle ich eine gute Filmidee? Womit wecke ich das Interesse der Zuschauer? Wie erzähle ich eine Geschichte mit filmischen Mitteln? Wie funktioniert Social-Media und worauf muss geachtet werden? Diese und andere Fragen werden jeweils in einer Workshop-Woche behandelt, bevor es dann an die Kamera und schließlich zum Videoschnitt geht.

Unterstützt werden die jungen Frauen dabei von MedienpädagogInnen und Profis aus der Filmwirtschaft, die als MentorInnen aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz berichten. Außerdem stehen Betriebsbesichtigungen in der Frankfurter Medien- und Kreativbranche auf dem Programm. „Die Ergebnisse der letzten beiden Jahre haben alle immer wieder überrascht. Am meisten wahrscheinlich die Mädchen selbst. Wir sind schon gespannt, womit uns die jungen Frauen in diesem Jahr verblüffen werden“, freuen sich die beiden Projektkoordinatoren Ulrike Stumpp und Mathias Fechter.

Der erste Workshop 2020 startet am 9. März. Weitere folgen im Mai und Juni. Die fertigen Filme werden nach Projekt-Abschluss im Sommer auf dem YouTubeChannel von Open Minds veröffentlicht, wo bereits die filmischen Werke der vergangenen beiden Workshop-Jahre zu finden sind. Ausführliche Informationen zum Programm gibt es auf der Webseite von Open Minds unter www.openmindschannel.de.


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